Dr. phil. Uwe Füllgrabe - Psychologieoberrat a.D.

In der Sahelzone, wo sich Menschen seit Jahrhunderten mit ihren Herden der Natur angepasst hatten, wurden mit Entwicklungshilfe Brunnen gebohrt. Doch diese wohlmeinende Hilfe führte teilweise zu Katastrophen, weil man die ökologischen Rahmenbedingungen nicht beachtet hatte. Da die Hirten mehr Wasser hatten, vergrößerten sie ihre Viehherden. Doch dafür reichten die Weidegründe allmählich nicht mehr aus. Durch die Überweidung wurden der Boden und die Vegetation und damit die Lebensgrundlagen von Menschen und Tieren zerstört. Das Ergebnis der Entwicklungshilfe: eine Hungerkatastrophe.

 

Die belegt die Notwendigkeit, ökologische und soziale Systeme (ein Staat, eine Firma, eine Familie usw.) sehr sorgfältig zu steuern, d. h. gefährliche Entwicklungen vorauszusehen, die Fern- und Nebenwirkungen seiner Maßnahmen zu betrachten. Dabei sind soziale und psychologische Fallen zu vermeiden.

 

 

Nicht nur bei ökologischen Problemen spielt dabei auch die Kooperation von Menschen eine wichtige Rolle, auch de Niedergang Roms kann mit der mangelnden Kooperation der beteiligten Gruppen erklärt werden.

 

 

Der Untergang großer Reiche PDF
Steuerung ökologischer Systeme PDF